Was ist Tai-Jitsu -HK-Ryu?

Tai-Jitsu-HK-Ryu ist ein realistisches, paxiserprobtes, effektives und schnell erlernbares, modernes Selbstverteidigungssystem, das vom ehemaligen SEK/MEK-Ausbilder Horst Kallinowski entwickelt wurde. Den Schwerpunkt bildet die stetige Perfektionierung der vergleichsweise wenigen Grundtechniken (ansatzlose Schlagtechniken), die sich zur Abwehr einer Vielzahl verschiedener Angriffe transferieren lassen. Des weiteren kommen auch Hebel, Würfe, Würge- und Stocktechniken zum Einsatz. Tai-Jitsu-HK-Ryu umfasst alle Elemente des Kampfes und der Selbstverteidigung wie Auftreten, Bewegungslehre, Atmung, Ausnutzung der gegnerischen Energie, Nutzung von Vitalpunkten, Verteidigung gegen einzelne und mehrere Angreifer mit und ohne Waffen.

 

Was ist Ju-Jutsu?

Ju = weich, nachgebend



Jutsu = Kunst, der Weg

Selbstverteidigung nach den Budo-Prinzipien

Das heißt, die "Wirksamkeit" einer Abwehrhandlung liegt nicht in der Kraft oder Gewalt, mit der sie ausgeführt wird, sondern in der guten Beherrschung der Technik nach den Budo-Prinzipien, die es auch dem Schwachen möglich machen, sich erfolgreich gegen einen oder mehrere stärkere Angreifer verteidigen zu können.

Ju-Jutsu ist die moderne Selbstverteidigung für die Praxis des täglichen Lebens, optimal, leicht erlernbar und vielseitig anwendbar.

Doch erst nach der Jahrhundertwende hat es durch Matrosen in Europa mit dem Jiu-Jitsu, der Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung, angefangen.

1906 gründete Erich Rahn in Berlin die erste Jiu-Jitsu Schule, die noch bis heute besteht. Er brachte die Kunst der japanischen Selbstverteidigung nach Deutschland und etablierte sie.

1922 folgten u.a. die bekannten Altmeister Alfred Rhode in Frankfurt/Main und Otto Schmelzeisen in Wiesbaden mit Vereinsgründungen als deutsche Pioniere des Jiu-Jitsu und Judo.

Die in ihm enthaltenen Elemente wurden im Judo, aber auch im Karate und Aikido fortentwickelt und spezialisiert. Für eine umfassende Selbstverteidigung ist jede dieser Disziplinen jedoch nur ein Teil des Ganzen geblieben. Die Vollkommenheit liegt in der Zusammenfassung zu einem System.

Durch die immer neuen Begebenheiten sowie der Vielfalt und Raffinesse der Angriffe wurden im Laufe der Zeit Ringergriffe und Boxtechniken mit den eigentlichen Techniken vermischt. Was dem ursprünglichen Prinzip vom „nachgeben“ und „ausweichen“ nicht mehr entsprach.

1969 wurde deswegen unter Federführung von Franz Josef Gresch und Werner Heim offiziell das Ju-Jutsu eingeführt, da das “Europäische Jiu-Jitsu“ als nicht mehr zeitgemäß angesehen wurde.

Das neue System geht nicht vom Angriff aus, sondern primär von den Selbstverteidigungstechniken und besinnt sich auf die „nachgebenden“ und „ausweichenden“ Prinzipien, die aus Grundformen des Judo, Karate und Aikido ausgesucht werden. Die Techniken sind in den einzelnen Prüfungsprogrammen für Schüler- und Meistergrade nach Schwierigkeitsstufen geordnet. Außerdem werden sie ständig aktualisiert, um immer neuen Ansprüchen gerecht zu werden und zu gewährleisten, dass auch einfache und funktionsfähige Techniken den Lehrinhalt bestimmen.

Im Ju-Jutsu sind die Erkenntnisse der vorgenannten Budo-Disziplinen, aber auch neue unter dem Grundsatz "aus der Praxis für die Praxis" zu einer modernen und sehr wirkungsvollen Selbstverteidigung zusammengeschlossen. Da Ju-Jutsu so effektiv ist, wurde es bei den Polizeien der Länder und dem Bundesgrenzschutz als dienstliches Pflichtfach eingeführt.

Jede Verteidigungstechnik ist gegen eine Vielzahl von Angriffsvariationen anzuwenden. Durch das ständige Training werden Bewegungsabläufe zu automatischen Reflexen (sog. Automatismen) geschult. Eine Herausforderung für jeden Schüler und Meister besteht darin, die gelernten Fähigkeiten bei der freien Abwehr möglichst effektiv und mit geringem Aufwand unter Beweis zu stellen.

Diese Art des Trainings fördert besonders die Bildung von Automatismen, da man in z.T. simulierte Druck-Situation versetzt wird, wo es auch mal auf Improvisation ankommt. Somit ergeben sich weit mehr als 1000 Verteidigungsmöglichkeiten.

Das Ju-Jutsu beinhaltet mehr, als der Name allein zu erkennen gibt. "Ju" bedeutet nachgeben oder ausweichen, "Jutsu" Kunst oder Kunstgriff. Ju-Jutsu ist also die Kunst, durch Nachgeben bzw. Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Falls erforderlich, kann ein Angriff jedoch auch in direkter Form mit Atemi-Techniken abgewehrt werden. Dieses "ökonomische Prinzip", nämlich "mit geringstem Aufwand einen größtmöglichen Nutzen zu erzielen", gilt als der übergeordnete Begriff, unter den sich die Bewegungsprinzipien der Budo-Disziplinen subsummieren.

Das wichtigste ist aber immer, dieses Prinzip und die erlernten Techniken im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit anzuwenden.